Ich mache mir nie Notizen. Ich will den Abend erleben, will sensibel sein können für jede kleinste Spannungsverschiebung. Da stören mich Block und Stift nur zusätzlich, wenn schon die Haltung der Beine fortwährend geändert werden muss.
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Es ist unsere Überzeugung, dass das Schreiben über Kultur(en) zu den schwierigsten Journalismusfeldern überhaupt zählt. Denn der Eindruck, über den wir schreiben, ist ein flüchtiger; ein subjektiver noch dazu. Oft ist das, was uns fasziniert, gar nicht einfach zu fassen und entzieht sich noch mehr dem Blick, je genauer man hinsieht.
Die eigene Sprache dafür muss man finden. Brennpunkt F ist das Experimentierfeld, das jungen Menschen die Chance gibt, ihre Texte zu veröffentlichen. Im Austausch mit den anderen AutorInnen schärfen wir unseren Blick und können ohne Klickzahldruck und Redaktionszensur unser eigenes Profil entwickeln.
Bist du dabei?
Meine Geschichte spielt in Jerusalem, genauer gesagt in Ostjerusalem. Sie müssen sich das so vorstellen. Ich bin in diese Stadt gekommen ohne zu wissen warum. Eigentlich wollte ich ein Jahr in Südamerika verbringen. Jetzt lebe ich neben einer acht Meter hohen Betonmauer, der israelischen Sicherheitssperranlage, die Israel vom Westjordanland trennt.
Wer über Theater schreibt, sollte zuerst einmal sich selbst vorstellen. Guten Tag, ich habe Schuhgröße 45, trage schon die ganze Woche einen schwarzen Jutebeutel mit mir herum, in dem sich immer mehr Papier sammelt, und studiere irgendwas mit Theater und Medien. Ich habe den „Mann ohne Eigenschaften“ nicht gelesen, bevor ich in die Aufführung gegangen bin. Ich bin also sehr kompetent. Vertrauen Sie meinem Urteil.