Schlagwort: kritik
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Calixto Bieito inszeniert in der Komischen Oper Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Gewöhnlich blutig und obszön versucht der Skandalregisseur, das tragische Feuerwerk um degenerierte Liebe in die heutige Zeit zu übertragen. Für eine Inszenierung, die so offensiv mit Schwänzen prahlt, lässt die Potenz doch noch zu wünschen übrig.
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Gentrifizierung – diesem sperrigen Begriff kann man wahrscheinlich nur mit reichlich Humor und differenzierter Kritik begegnen. Das Kabarettprojekt „Berlin For Sale – Eine Stadt im Ausverkauf“ an der Distel begeistert durch verrückte Charaktere und satirischen Spott unter großer Wahlfreiheit der Zuschauer.
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Hin- und hergerissen zwischen politischem Erfolg und ihrer großen Liebe Leo, bewegt sich Rosa Luxemburg als fühle sie sich sichtlich unwohl in Berlin. Sie als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der sozialistischen Internationale des 20. Jahrhunderts, scheint im Bann der Gefühle ihr Ziel vor Augen verloren zu haben.
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Rote Nelken am Revers, rote Fahnen im Zuschauerraum. Die Darsteller des biographischen Schauspiels mit Musik „Rosa“ von Volker Ludwig und Franziska Steiof stehen auf der Bühne und singen ein Loblied auf die Königin, die Kämpferin, die Göttliche: Rosa Luxemburg. „Rosa, wir lieben dich, wir preisen dich, wir krönen dich. Rosa – Blut von unserem Blut.“ Ein Gottesdienst.
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Seit einem halben Jahr wütet die größte Weltwirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegszeit. Arbeitslosigkeit. Manager. Skandale. Rettungspakete in unvorstellbaren Größen, Analysen hier und da – Stabilisierung der Märkte, die lebensnotwendigen Strukturen eines maschinellen Konzepts; die einen fordern mehr, die anderen weniger. (…) Es ist der Zeitgeist der Marx-Renaissance, der „Rosa“ so mitprägt und dem neusten Stück des Berliner GRIPS Theater von Volker Ludwig und Franziska Steiof einen unbestreitbaren Hauch von Aktualität und Notwendigkeit verleiht.

